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04.10.2012

Paketmarkt profitiert von mehr Zustellungen privater Sendungen an den Arbeitsplatz

A.T. Kearney-Studie: Durch alternative
Zustelloptionen können bis 2015 bis zu 280 Millionen Euro eingespart
werden

Die stetige Zunahme des E-Commerce-Markts und damit des
B2C-Segments sind derzeit ein allgegenwärtiges Thema - nicht nur bei
E-Commerce-Anbietern sondern auch bei Paketdienstleistern. Eine
aktuelle Studie von A.T. Kearney hat erstmals das Potenzial des
B2C-Marktes für den Paketmarkt quantifiziert. Zudem werden die
kommenden Wachstumssegmente bezüglich der Zustelloptionen definiert.
Daraus resultierend lässt sich für den deutschen Paketmarkt sagen,
dass Paketdienstleister in Deutschland Einsparpotenziale bei der
Zustellung von privaten Sendungen bislang weitgehend ungenutzt
lassen. Wie die Studie zeigt, können durch die Nutzung von
Zustelloptionen wie die Lieferung zum Arbeitsplatz oder die Abholung
an Paketstationen bis zu 280 Millionen Euro eingespart werden. Indem
B2C-Sendungen in B2B-Sendungen umgewandelt werden, sparen
Paketdienstleister Kosten in der "letzten Meile" und erzielen
signifikante Wettbewerbsvorteile. Da Versandhandelskunden Sendungen
häufig nicht bei der Erstzustellung an die Privatadresse
entgegennehmen können, wünschen sie sich mehrere Zustelloptionen.
Insbesondere der Arbeitsplatz stellt für berufstätige Personen eine
attraktive Alternative dar.

Das steigende Wachstum des E-Commerce-Marktes wirkt sich auch auf
den Paketmarkt aus. Die Anzahl der B2C-Sendungen nimmt zu und stellt
die Paketdienstleister vor große Herausforderungen. "Sie müssen
mehrfach, dezentraler und in kleineren Mengen als bei
B2B-Zustellungen ausliefern. Zusätzlich zu den damit verbundenen
erhöhten Kosten stehen sie vor der Problematik, dass viele Sendungen
nicht bei Erstzustellung an die Heimatadresse ausgeliefert werden
können", erklärt Ferdinand Salehi, Partner bei A.T. Kearney und


Leiter des Beratungsbereichs Transportation. Im Rahmen einer Studie
von A.T. Kearney wurden 1.000 Online-Shopper zum Paketversand
befragt. Wie sich zeigt, wünschen sie sich alternative
Zustelloptionen, um die Auslieferung ihrer bestellten Pakete zu
optimieren. Setzen Paketdienstleister diese Wünsche um, können sie
nach A.T. Kearney Hochrechnungen im Jahr 2015 300 Millionen Sendungen
an alternative Zustelloptionen liefern und damit bis zu 280 Millionen
Euro einsparen. Indem sie B2C- in B2B-Sendungen umwandeln, ersparen
sie sich 12 Prozent der so genannten "Letzte Meile"-Kosten, die
entstehen, wenn die Erstzustellung nicht erfolgreich war.

B2C-Sendungen in B2B-Sendungen umwandeln

90 Prozent der Online-Besteller lassen sich momentan zur
Privatadresse beliefern. Davon können 36 Prozent nicht direkt
zustellt werden, sondern werden in einer Filiale oder beim Nachbarn
abgegeben oder ein zweites Mal zustellt. Diese sogenannte "Letzte
Meile" ist für den Paketdienstleister mit erheblichen Kosten und
Mehraufwand verbunden. Und auch der Kunde muss Umstände wie Umwege
oder Wartezeiten in Kauf nehmen, wenn die Erstzustellung nicht
erfolgreich war. "Deswegen sollten Paketdienstleister alternative
B2C-Zustelloptionen anbieten. Die Umwandlung von B2C- in
B2B-Sendungen ist eine geeignete Möglichkeit", so Salehi Besonders
attraktiv: Die Zustellung zum Arbeitsplatz, neben den bereits etwas
verbreiteten Optionen wie Paketautomaten oder zentrale Abholstellen.

Zustellung zum Arbeitsplatz

Die Zustellung an die Privatadresse schlägt häufig fehl, da der
Kunde berufstätig ist. Hier könnte die Lieferung an den Arbeitsplatz
Abhilfe schaffen. Die Alternative der Arbeitsplatzzustellung bietet
sowohl dem Paketdienstleister als auch dem Empfänger große Vorteile.
Der Kunde muss keinen weiteren Gang tätigen und auch Retouren können
am Arbeitsplatz entgegengenommen werden. Paketdienstleister haben
geringere Kosten, da keine zusätzlichen Investitionen notwendig sind,
und die Sendungen bereits beim ersten Versuch erfolgreich zugestellt
werden können. Aktuell wird diese Option in Deutschland allerdings
lediglich bei etwa drei Prozent der B2C-Sendungen genutzt.
Insbesondere in größeren Unternehmen befürchten die Arbeitnehmer,
dass der Aufwand für das Unternehmen zu hoch oder gar nicht erst
erlaubt sei. Außerdem ziehen es manche der Befragten vor, Privates
von Beruflichem zu trennen. Doch immerhin 40 Prozent der regelmäßigen
E-Commerce-Nutzer empfinden die Arbeitsplatzzustellung als praktische
Möglichkeit, Pakete zu erhalten und geben auch an, dass dies in ihrem
Unternehmen erlaubt sei. Um diese Zustelloption für noch mehr
Verbraucher zugänglich zu machen, besteht die Möglichkeit, preisliche
Vorteile anzubieten, eine entsprechende Infrastruktur in den
Unternehmen aufzubauen oder einen Paketautomaten vor Ort
aufzustellen. "Wir sehen hier die Möglichkeit, dass bis 2015 bis zu
zehn Prozent der B2C-Sendungen an den Arbeitsplatz zugestellt
werden", erklärt Lars Ryssel, Manager bei A.T. Kearney und Co-Autor
der Studie.

Zustellung an einen Paketautomaten

Beim Versand an einen Paketautomaten wird die Station als
Versandadresse angegeben, bei der dann innerhalb einer bestimmten
Zeit die Abholung erfolgen muss. Diese Option ist in Aufbau und
Unterhalt mit hohen Kosten verbunden und nicht flexibel hinsichtlich
der Paketgröße und Retouren. Auch hier muss der Kunde einen
zusätzlichen Weg auf sich nehmen, der Automat ist jedoch rund um die
Uhr verfügbar. Diese Option kann durch eine monetäre Incentivierung
allerdings an Attraktivität gewinnen. Bis 2015 könnten bis zu 12
Prozent aller B2C-Sendungen an Paketautomaten verschickt werden, so
die Hochrechnung von A.T. Kearney.

Zustellung an eine zentrale Abholstelle

Das Paket wird direkt in eine Filiale oder einen anderen zentralen
Abholpunkt des Versandunternehmens geschickt. Diese Zustelloption ist
zwar hinsichtlich Paketgrößen und Retouren sehr flexibel und bietet
eine persönliche Kundenbetreuung, doch der Kunde muss hierzu einen
Gang tätigen und ist an Öffnungszeiten gebunden. Bei geeigneter
Incentivierung kann jedoch von einem Zustellanteil von bis zu acht
Prozent im Jahr 2015 ausgegangen werden.

Eine gute B2C-to-B2B-Strategie verspricht Wettbewerbsvorteile

Aus der Befragung von A.T. Kearney geht hervor, dass 80 Prozent
der Verbraucher bereits bei der Bestellung die Zustelloption
auswählen möchten. Noch machen sich jedoch etwa 40 Prozent der
Befragten keine Gedanken über das Versandunternehmen, welches ihnen
ihre Bestellungen liefert. "Hier bietet sich für Paketdienstleister
die Möglichkeit, sich durch das Angebot ihrer Zustelloptionen vom
Wettbewerb abzuheben und Alleinstellungsmerkmale aufzubauen", rät
Ryssel. So können entweder die Verbraucher selber den Anbieter
wählen, der am besten auf ihre Bedürfnisse eingeht, oder aber
E-Commerce-Unternehmen nutzen das Angebot jener Paketdienstleister,
die durch ihr Angebot am stärksten die Kundenzufriedenheit sichern.



Pressekontakt:
A.T. Kearney GmbH
Anika Martin
Marketing & Communications
Tel. 0211 1377-2320
Mail anika.martin@atkearney.com





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